GeQD Q2 Recap – We got started
Baden-Württemberg beim 33. EXIST-Gründungsforum vertreten. Bild: EXIST
Wir sind in unser neues Büro eingezogen, haben dedizierte Laborplätze aufgebaut und die erste Phase im Aufbau germaniumbasierter Einzelphotonendetektoren für skalierbare Quantentechnologien, LiDAR und fortschrittliche Bildgebung begonnen.
Für uns ging es in diesem Quartal darum, an mehreren Fronten gleichzeitig zu starten und Fortschritte zu erzielen: Technologie, Team, Marktvalidierung und Ökosystem.
1. Generation GeQD-Wafer (aktuell in Arbeit: 4. Generation). Bild: Nico Scheller
Technologiefortschritt: Lernen aus dem jüngsten Wafer-Run
Ein zentraler Meilenstein war der Abschluss und die Auswertung unseres jüngsten Wafer-Runs.
Die Messungen zeigen eine weitere Reduktion der Dunkelzählrate – eine der zentralen Kenngrößen für Einzelphotonendetektoren. Das ist ein wichtiger Schritt für uns, denn Detektor-Performance verbessert sich nicht durch eine einzelne isolierte Entscheidung, sondern durch wiederholte Lernzyklen aus Design, Fertigung, Messung und Redesign.
Auf Basis der jüngsten Messergebnisse haben wir das Maskendesign entsprechend angepasst. Der nächste Wafer-Run ist bereits in Arbeit.
Parallel haben wir mit ersten Designarbeiten für die optische Integration und den ASIC begonnen. Das ist wichtig, weil es bei GeQD nicht nur darum geht, eine starke Detektor-Komponente isoliert zu entwickeln. Unser langfristiges Ziel ist es, Detektionssysteme zu bauen, die sich in verschiedene Anwendungen integrieren lassen – von Quantenkommunikation und Quantensensorik bis zu LiDAR und photonenbasierten Computing-Ansätzen.
Die anstehende Arbeit bleibt anspruchsvoll. Dunkelzählrate, Photonendetektions-Effizienz, Timing-Jitter, Afterpulsing, Array-Skalierbarkeit und Systemintegration müssen zusammenkommen. Dieses Quartal hat uns genau das gegeben, was ein frühes Deep-Tech-Vorhaben braucht: messbare Fortschritte, schärfere Design-Entscheidungen und eine technische Roadmap für die nächste Iteration.
Marktvalidierung: notwendig vs. hinreichend
Wir haben unsere Markt- und Anwendungsvalidierung fortgesetzt. Eine wiederkehrende Frage in unseren Gesprächen: Welche Detektor-Parameter sind für eine Anwendung wirklich notwendig – und welche sind „nice to have", aber nicht entscheidend für die Adoption?
Diese Unterscheidung ist besonders relevant in Feldern wie Quantum Key Distribution, LiDAR und photonischem Quantencomputing. In Forschungsumgebungen ist der Anspruch oft, jeden Parameter maximal zu treiben. In industriellen Anwendungen zählt eine andere Frage: Welche Performance ist ausreichend, um einen Systemvorteil freizuschalten? Zu welchen Kosten, in welchem Maßstab und mit welchem Integrationsniveau?
Deshalb bleiben Gespräche mit Partnern aus Quantentechnologien, Halbleiterfertigung, LiDAR und fortschrittlicher Photonik so wichtig für uns.
Du hast jemanden im Kopf, mit dem wir sprechen sollten? Mach uns bekannt!
Team-Update: Willkommen, Claudia
Ein persönliches Highlight in diesem Quartal: Claudia Bett hat im März ihre Dissertation erfolgreich verteidigt und ist im April offiziell bei GeQD gestartet.
GeQD ist um ein technisch anspruchsvolles Problem herum aufgebaut. Um es zu lösen, brauchen wir tiefe Expertise über Halbleitertechnik, Optik, Elektronik und Kommerzialisierung hinweg. Claudia stärkt genau dieses Fundament und bringt eine wichtige optische Perspektive ins Team.
Willkommen bei GeQD, Claudia – und noch einmal herzlichen Glückwunsch zur Verteidigung.
Zusätzlich haben wir zwei angehende Ingenieure projektbasiert an Bord geholt, die unsere ASIC-Entwicklung und Messautomatisierung unterstützen. Schön, dass ihr beide für eure Projekte dabei seid!
Das Team hinter GeQD: Maurice Wanitzek, Claudia Bett, Maximilian Scheu, Jakob Finkbeiner. Bild: Nico Scheller
Events, Ökosystem und Sichtbarkeit
In diesem Quartal war GeQD auf mehreren Bühnen und in mehreren wichtigen Ökosystemen präsent.
Maximilian Scheu und Maurice Wanitzek haben GeQD in Berlin beim 33. EXIST-Gründungsforum gepitcht. EXIST Forschungstransfer ist inzwischen nicht nur der Förderrahmen hinter GeQD, sondern auch das Programm, über das wir das Unternehmen offiziell aufbauen. Schön, dabei gewesen zu sein – mit viel Inspiration von Speakern wie Florian Heinemann, Daniel Dippold und weiteren.
Maurice Wanitzek war zum Austausch über Quantenforschung und -technologie nach Paris eingeladen. Jakob Finkbeiner sprach als eingeladener Redner auf der VDE-ITG-Fachtagung Photonische Netze. Wir haben uns zudem mit relevanten Akteuren beim NXP Semiconductors Tech Day 2026, beim NXTGN Applied Deep-Tech Festival und beim Ü:MO 2026 in der ARENA2036 vernetzt – und wurden ins Stuttgarter Rathaus zum Kick-off des Stuttgarter Wissenschaftsfestivals eingeladen.
Innovation made in Stuttgart: Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und Ingo Zamperoni im Gespräch über Quantentechnologien beim Wissenschaftsfestival Stuttgart.
Über einzelne Events hinaus ist das übergeordnete Signal wichtiger: Das GeQD-Netzwerk wird gezielter. Wir haben neue Kontakte in Halbleiterfertigung, Quantentechnologien und Deep-Tech-Entrepreneurship geknüpft. Gemeinsam mit code_n haben wir außerdem den DeepTech Stammtisch ausgerollt, um Gründerinnen und Gründer, Forschende, Investoren und Industriepartner zusammenzubringen, die an technisch anspruchsvollen Unternehmen arbeiten.
Dr. Julian Lohf eröffnet unsere gemeinsame Veranstaltungsreihe bei code_n, um das DeepTech-Ökosystem für die Industrien der Zukunft zusammenzubringen.
Für ein Deep-Tech-Startup ist Sichtbarkeit nützlich. Aber relevante Sichtbarkeit zählt. Dieses Quartal hat uns geholfen, die Gespräche zu schärfen, die für die nächste Phase am wertvollsten sind.
Paris, Berlin, Karlsruhe, Nürnberg, Shanghai, Stuttgart – viele Orte, viel Input, viele Learnings und neue Verbindungen.
Was kommt als Nächstes
Nach einem Quartal mit vielen Meetings, Bühnen, Events und ersten Meilensteinen ist unser Fokus für den Sommer klar.
Wir gehen zurück ins Labor. In unserem Fall heißt das: in temperaturstabile Labore, fokussierte Messarbeit, Design-Iteration und Technologieentwicklung. (Ja, das ist ein Vorteil: Labore sind auf konstanter Temperatur gehalten – die perfekte Umgebung für heiße Sommertage ;-))
Die nächsten Monate sind dafür da, die Technologie besser zu machen. Genau dort passiert die Magie.
Danke an alle, die uns in diesem Quartal unterstützt haben – durch fachliche Diskussionen, Introductions, Feedback, Events, Forschungsaustausch und ehrliche Fragen.
Das nächste Update teilen wir im September.
Bis dahin: zurück ins Labor. Habt einen tollen Sommer!
Universität Stuttgart – Institut für Halbleitertechnik
Kontakt
Pfaffenwaldring 47
70569 Stuttgart, Deutschland
Tel: +49 711 68560896
info@geqd.de
Rechtliches
Impressum
Datenschutzerklärung
Jobs
Presse
Newsletter
Quartalsweise Updates zu Technologie, Meilensteinen und Events.
Doppeltes Opt-in. Abmeldung jederzeit möglich. Details in der Datenschutzerklärung .
© 2026 GeQD. Alle Rechte vorbehalten.
Förderung
Netzwerke